Studie bestätigt: Stress macht unfruchtbar!
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Studie bestätigt: Stress macht unfruchtbar!

Gestresste Frauen haben es schwer, schwanger zu werden. Das belegt eine amerikanische Studie. Frauen sollten sich demnach nicht unter Druck setzen, wenn sie nicht schwanger werden – und es stattdessen mit Alternativen versuchen.

Laut einer amerikanischen Studie erschwert Stress offenbar die Aussicht auf eine Schwangerschaft. Die Studie zeigt, dass ein hoher Wert des Stressproteins alpha-Amylase mit einer um fast 30 Prozent geringeren Chance für eine Empfängnis einhergeht. Bisherige Untersuchungen hatten zwar wiederholt einen Zusammenhang zwischen Stress und Empfängnisproblemen gezeigt. Unklar war aber, ob die seelische Belastung nicht eher die Folge einer ausbleibenden Schwangerschaft war.

Studie untersucht Frauen auf  Stressmarker

Um diese Möglichkeit auszuschließen, untersuchten die Wissenschaftler 373 Frauen zwischen 18 und 40 Jahren, die eine Schwangerschaft anstrebten und bei denen keine Fruchtbarkeitsprobleme festgestellt wurden. Die Teilnehmerinnen gaben beim Start der Studie eine Speichelprobe ab. Dieser wurde von den Forschern auf die beiden Stressmarker Cortisol und Alpha-Amylase untersucht.

Annahme bestätigt

Frauen mit hoher Amylase-Konzentration hatten – im Vergleich zu jenen mit niedrigen Werten des Enzyms – eine um 29 Prozent geringere Aussicht auf eine Schwangerschaft im jeweiligen Monat. Ein Grund könnte eine vermehrte Aktivität des sympathischen Nervensystems sein. Denn die Auswertung der Speichelproben, die die Frauen bei der Eingangsuntersuchung und am ersten Tag der Menstruation abgegeben hatten, ergab, dass die Frauen mit den höchsten Amylasewerten doppelt so häufig keine Schwangerschaft erzielten wie die Frauen mit den niedrigsten Werten.

Zudem war bei ihnen die Wahrscheinlichkeit mehr als verdoppelt, dass sie auch nach einem Jahr ungeschützten Geschlechtsverkehrs nicht schwanger waren. Dies entspricht der Definition von Unfruchtbarkeit. Für Cortisol fanden die Forscher keinen Zusammenhang mit der Fruchtbarkeit, wobei sie andere Einflussfaktoren wie Alter oder Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs berücksichtigten.

Fazit: Stress als wichtiger Einflussfaktor

Diese Studie liefert Belege dafür, dass Stress eine unabhängige wichtige Rolle spielt ob und in welchem Zeitraum eine Frau schwanger wird. Der Ausschluss von Stressfaktoren vor dem Versuch, schwanger zu werden oder währenddessen, könnte die Zeit von Paaren bis zu einer Schwangerschaft verkürzen und die Wahrscheinlichkeit signifikant erhöhen.

Quelle: https://louisville.edu/sphis/news/scientists-find-stress-negatively-affects-chances-of-conception

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